
...auch diese Etappe stand ganz im Zeichen des Wassers...Um 9.40h legte ich mit dem Schiff in Brunnen los in Richtung Beckenried. Von der Begehung der Wegstrecke Treib-Emmetten-Beckenried wurde uns von allen Seiten abgeraten. Zu gefährlich wären die Felspassagen und vorallem bei diesem Wetter zu glitschig. So entschied ich mich dann das Kursschiff nach Beckenried zu nehmen. Um 9.30h startete ich dann meine dritte Etappe in Richtung Sarnen. Der Regen gehörte schon fast zum alltäglichen Outfit wie meine Wanderschuhe. Aber zum Glück konnte mir dieses feuchte Wetter nichts anhaben. Mein Regenponcho und die Wanderschuhe mochten den Unmengen von Wasser standhalten. Überall schossen braune Wildbäche mit Steingetöse in den Vierwaldstättersee. Ein Schauspiel, dass mich schon etwas mulmig stimmte. Meine Sorge galt vorallem der Etappe über den Brünig. Kann ich diesen überhaupt überqueren oder muss ich in Sarnen einen unfreiwilligen Stopp einlegen? Um 15.30h traf ich im Kloster St. Andreas in Sarnen ein. Aus den Wolken regnete es immer noch wie aus Kübeln.
Im Pilgerzimmer des Klosters erwarteten mich dann Mutter Pia Habermacher und Sr. Ruth-Maria. Mit Kaffee und Kuchen hiessen sie mich herzlich willkommen. Sie nahmen regen Anteil an meiner Pilgerreise und äusserten Bedenken wegen des vielen Regens. Bereits vor zwei Jahren wurde das Kloster bei heftigen Regenfällen überflutet und ein grosser Teil der Gebäude und des Klosterschatzes in Mitleidenschaft gezogen. Aus Furcht vor einer Wiederholung der Ereignisse waren die Schwestern auf der Hut und informierten sich fortlaufend über den Pegelstand des Sarnersees. Mutter Pia Habermacher dokumentierte mir die Ereignisse vor zwei Jahren, die das Kloster vor grosse finanzielle Herausforderungen stellte. Mit vielen Informationen und auch etwas Sorge ging ich an diesem Abend ins Bett.
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