Samstag, 1. September 2007
Araules-Le Puy
31. August 2007. Die letzte Etappe vor Le Puy - dem Knotenpunkt der meisten europäischen Pilgerwege. Kurz nach 8h begab ich mich auf den Weg. Nochmals war der Himmel stark verhangen und neblig. Während dem folgenden Anstieg auf nochmals über 1200m, musste ich das erste Mal meine Wintermütze aus den Tiefen des Rucksackes kramen. Wie war ich froh darüber! Ein bissiger kalter Wind fegte mir um die Ohren...und zudem netzte der tiefhängende Nebel ziemlich heftig. Auf dem Höhepunkt von 1246m konnte ich kaum 100m sehen und musste mich gut auf die Wegmarkierungen konzentrieren. Hinter dem passartigen Übergang wurde es dann aber rasch angenehmer und milder. Zudem hatte ich das Gefühl in eine geheimnisvolle Hügellandschaft einzutauchen. Viele kegelartige Hügel türmten sich in der näheren und ferneren Umgebung auf. Das sind jetzt wohl die ehemaligen Vulkanschlote, von denen ich schon so viel gehört hatte. Somit kann also Le Puy nicht mehr weit sein! Ich musste mich aber dennoch etwas gedulden bis ich dann kurz vor 16h einen ersten Blick auf die spannende Stadt werfen konnte. Die ganze Umgebung war von kleineren Vulkankegeln geprägt. Auf einer solchen Spitze stand sogar eine Kirche. Wie eine spitze Nadel ragte dieser Propfen aus dem Zentrum der Stadt. Noch konnte ich erst ungenaue Umrisse erkennen. Aber schon bald durfte ich die Wahrzeichen der Stadt aus der Nähe betrachten. Ich war fasziniert davon! Umgeben von vielen kleineren (ehemaligen) Vulkanen...eine spannende Vorstellung!!! Wie wäre das wohl jetzt vor Millionen von Jahren? Überall spuckende kleine Erdöffnungen...eine wahrhaft heisse Umgebung! Mit dieser Vorstellung entschied ich mich einen Ruhetag einzuschieben um die Stadt etwas besser kennenzulernen. Somit geht die Reise erst am 2. September wieder ihren gewohnten Lauf...
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