Samstag, 1. September 2007

Les Sedoux-Araules

30. August 2007. Wie gesagt die Rauhigkeit der Gegend konnte ich während der letzten Nacht etwas erahnen. Wilde Winde fegten über die Landschaft und am Morgen hing dichter Nebel über dem Dorf. Zum Glück schien der Tag doch nicht so schlecht zu werden wie angekündigt. Mein Gastgeber berichtete mir, dass es wohl nicht stark regnen werde, worüber ich natürlich sehr erfreut war. Dennoch montierte ich bei meinem Abmarsch um 8.30h den Regenponcho, da der Nebel ziemlich dicht war. Der Abstieg von Le Sedoux führte mich durch viel Waldgebiet...wo ich einige Pilzsucher antraf. Mit einigen wechselte ich sogar ein paar Worte und wäre am liebsten mitgegangen...Zeitweise konnte ich mich beinahe nicht auf den Weg konzentrieren, da mich die vielen Pilze am Wegrand immer wieder in den Bann zogen. Aber leider konnte ich nur davon träumen wie es wäre jetzt mit einem Pilzkorb durch den schönen, moosbewachsenen Wald zu gehen.
So musste ich eben talwärts und mich an die Wegmarkierungen halten...und dennoch habe ich mich kurzdarauf das erste Mal verlaufen...Warum? Das weiss ich bis heute nicht. In einem kleinen Dorf musste ich erfahren, dass ich mich in der vollkommen entgegengesetzten Richtung befinde, als ich effektiv sein sollte???!!! Halb so schlimm. Der Fehler war leicht behoben, denn eine liebenswürdige Frau zeigt mir zurück auf den "richtigen" Weg. So musste ich wohl einen Zeitverlust von 45 Minuten in Kauf nehmen. Dennoch bin ich schon um 17h via Tence und St. Jeures in Araules eingetroffen. Hier hatte ich vorgängig eine Unterkunft bei einem älteren Ehepaar organisiert. Die Perbet's hiessen mich in ihrem 300-jährigen Haus herzlich willkommen und verköstigten mich aufs beste. Zudem durfte ich in einem riesigen Bett unter einem gewaltigen Dachbalkennetz nächtigen...Ich war wieder einmal überglücklich über meine Herberge.

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