Samstag, 29. September 2007

Roncesvalles-Pamplona


28. September 2007. Nach einem erholsamen Schlaf im grössten Schlafraum, den ich bis jetzt geniessen durfte...(100 Plätze) wurde ich heute morgen bereits um 6.30h geweckt! Auf auf ihr Pilger...raus aus den Betten und Marsch Marsch auf den Weg!!! So kam es mir heute morgen gerade vor...Im grossen Schlafsaal der Pilgerunterkunft wurde mit dem Anzünden der Vollbeleutung damit das Zeichen gegeben. Somit blieb mir also nichts anderes übrig, als es mit den übrigen ca. 40 Pilgern gleich zu tun. Und so musste ich wohl oder übel bereits kurz nach 7h (noch bei dunkelster Nacht!!!) raus in die Wildnis. Ein himmlischer Begleiter leuchtete mir aber noch etwas den Weg aus...der Beinahe-Vollmond...Nach gut 2km kühler Marschzeit gönnte ich mir dann in Burguete eine heisse Schokolade und einen superfeinen Gipfel...und das war ein Gipfel...nicht nur Luft und etwas Teig darum herum!!! Gestärkt machte ich mich dann kurz nach 8h auf den bereits sonnigen Pilgerweg. Noch knisterte der Raureif unter den Schuhen, aber die ersten Sonnenstrahlen wärmten bereits schön auf der kühlen Haut. Die Gegend war bezaubernd wie immer. Schon nach kurzer Zeit hatte ich einen wunderbaren Blick auf die bewaldeten Hügel in der Ferne. Und dort irgendwo musste mein Tagesziel Pamplona liegen. Zügig kam ich heute voran. Traf wieder neue Pilger und tauschte mich beim Vorübergehen jeweils ein paar Minuten mit ihnen aus. Es war wie immer sehr spannend und unterhaltsam. Ich genoss es. Gegen Mittag traf ich dann über Zubiri in Larrasoana ein. Von hier ging es dann recht zügig in Richtung Pamplona voran. Der Weg war jetzt nicht mehr sehr abwechslungsreich und spannend. Führte weitgehend auf Asphaltstrassen oder entlang von solchen. Kurz vor der Stadt traf ich dann auf eine 70-jährige Australierin. Margreth schien etwas erschöpft zu sein...und ihr Rucksack schien auch nicht gerade als ein Leichtgewicht zu wirken. So nahm ich mich dann spontan der Frau an und begleitete sie für die nächsten Kilometer bis zu unserer Herberge. Zusammen suchten wir dann ein nettes Restaurant, wo wir eine Kleinigkeit essen konnten. Mitten in der Stadt unweit unserer Herberge wurden wir auch fündig und konnten erst noch ein preiswertes Pilgermenü geniessen....Um 22h mussten wir dann bereits zurück sein um nicht vor verschlossenen Herbergstüren übernachten zu müssen...Alles in allem war es ein schöner Pilgertag...trotz meinen über 43km...

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