Donnerstag, 27. September 2007

Orisson-Roncesvalles







27. September 2007. Die Nacht im Refuge Orisson war absolut gut. Als Hahn im Korb durfte ich mit vier Pilgerinnen (50-60+) das Zimmer teilen. Wir hatten uns von Anfang an sehr gut verstanden...Bereits um 6.30h ging der erste Wecker los...und das war dann auch mehr oder weniger das Startzeichen für alle anderen sich langsam aus den Schlafsäcken zu stehlen. Die Frühstückszeit war ja ebenso beschränkt (von 7.30-8.00h) wie die Duschzeit!!! Trotzdem haben wir alle recht ausgiebig gefrühstückt und es richtig genossen. Wir wussten ja noch nicht, was uns da noch an Weg bevorsteht! Um 8.15h (fast schon meine Standardzeit!) machte ich mich mit Regine aus Weil a/Rhein...(sozusagen eine Nachbarin von mir...) auf den Weg über die Pyrenäen. Der erste Steilanstieg hatten wir gestern ja schon geschafft. Da ging es heute gerade promenadenmässig weiter. Zudem hatte der Dauerregen, der die ganze Nacht über auf unser Dach prasselte nachgelassen. Pünktlich zu unserem Start hörte der Regen auf und hielt bis an unser Tagesziel...Wenn das nicht ein Geschenk des Himmels ist? Dafür hatten wir den ganzen Weg über mit starkem Nebel und kräftigem Wind zu kämpfen. Schon nach wenigen hundert Metern musste ich meine Wintermütze und die Handschuhe aus dem Rucksack klauben...Zum Glück hatte ich sie heute morgen "vorsorglich" in die gut zugänglichen oberen Regionen meines Rucksackes gesteckt...und ich war heilfroh sie angezogen zu haben. Auf dem höchsten Punkt unseres Überganges lag sogar ein weisser Schneeflaum und die Steine am Wegkreuz waren mit feinen Eiskristallen verziert. Bereits um 12h begannen wir den Abstieg in Richtung Roncesvalles, wo wir kurz nach 13h eintrafen. Hier war es schon deutlich wärmer und der Nebel war auch mehrheitlich weggezogen. Ja, es schien sogar zeitweise die Sonne...deren Wärme sogen wir nach dieser Etappe regelrecht in uns hinein. Und nach einer heissen Schokolade in warmer Umgebung ging es gleich nochmals besser. Sofort machten wir uns auf die Suche unserer Herberge und organisierten unsere Betten. Glück gehabt! 5 Min vor Schluss ergatterten wir um 13.25h unsere Eintrittsbillete...ansonsten hätten wir bis um 16h warten müssen...und da wären wir bestimmt nicht die einzigen gewesen, die um einen Bettenplatz anstanden. So konnten wir getrost gleich um 16h in die Unterkunft eintreten und praktisch als erste unsere Betten aussuchen....

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