Samstag, 1. September 2007
Pommier de Beaurepaire-Bessey
28. August 2007. Die Nacht im kleinen Holzchalet haben wir bestens verbracht. Wiederum habe ich super geschlafen. Und der Tag schien auch gut zu werden. Da Raphael und ich kein Morgenessen in unserem Chalet erhielten, mussten wir uns vorerst um dieses kümmern. Leider hat dies noch etwas Geduld von uns abverlangt. Erst in Revel-Tourdan (nach ca. 12km) fanden wir einen kleinen Dorfladen. Hier deckten wir uns mit frischem Brot, Fleisch und Käse ein. Kurz nach dem Dorfausgang fanden wir dann auch ein tolles Plätzchen, wo wir unsere Bäuche vollschlagen konnten...Doch mir blieb schon kurz darauf fast der Bissen im Hals stecken...Wer stand da in voller Montour am Strassenrand und winkte uns zu?...Monique!!!...Das kann doch gar nicht sein...dachte ich mir erst dabei...Wie kann sie schon meinen Vorsprung von über 15km so schnell eingeholt haben???...Doch die Lösung lieferte sie gleich selber. Sie hatte nämlich Autostopp gemacht...Aha...So blieb uns nichts anderes übrig und wir liessen sie vorerst ziehen. Bald wurde sie von uns jedoch wieder eingeholt und überholt. Ab diesem Zeitpunkt haben wir sie dann nicht mehr gesehen. Kein Wunder! Bis Bessey hatten Raphael und ich an diesem Tag gegen 45km zurückgelegt...was mir absolut zu viel war! Als wir dann noch kurz vor unserer Ankunft in der Unterkunft noch einen 3km langen Umweg machten, platzte mir fast der Kragen...Ich war einfach am Limit und meine Füsse wollten auch nur eines...raus aus den verflixten Schuhen! So entschied ich dann an diesem Abend Raphael am nächsten Morgen von dannen ziehen zulassen. Mir waren meine kleinen Pausen und Fotostopps einfach zu wichtig um über den Pilgerweg zu hetzen. Aber eigentlich war ich ja ganz selber schuld...ich hätte mich ja schon längst ausklinken können! Somit habe ich wieder etwas dazugelernt...
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