Mittwoch, 26. September 2007

Domaine du Sauvage-Aumont Aubrac

4. September 2007. Wie gesagt die Unterkunft in der Domaine war super...aber geschlafen habe ich nur mässig gut. Draussen pfiff die ganze Nacht ein gespenstischer Wind...und als ich den ersten Blick ins Freie wagte, sah ich nicht gerade viel...Nebel Nebel Nebel...und als ich noch die Nase aus der Türe streckte, wäre ich am Liebsten wieder in den warmen Daunenschlafsack gekrochen. Doch die Reise muss ja weitergehen...Trotz allem war ich bereits um 8.15h auf der Strecke. Ich war richtig froh um meine warme Wintermütze. Zügigen Schrittes zog ich schon bald an den ersten Pilgern vorbei und in der Kapelle Saint Roch zündete ich dann die heutigen Kerzen an. Weiter ging es in Richtung St. Alban, wo es bereits spürbar wärmer war. Wieder konnte ich mich dem feinen Duft einer Bäckerei nicht entziehen und musste mir eine "Belohnung" (wofür auch immer!) kaufen... Jakobsmuscheln, ein leckeres Haselnussgebäck...Nach dem geüsslichen Verzehr führte mich der Weg noch einmal über heideartiges Gebiet mit viel Föhren...Heidelbeeren gab es auch!!! ...ich hätte mich reinlegen können....Aber mein Weg war ja noch nicht zu Ende. Auf der restlichen Strecke häuften sich die vielen "Light-Pilger" (kleine Rucksäcke und nichts drin!) und zudem ärgerte ich mich zunehmend über den Pilgerweg. In dieser Region war es schlichtweg unmöglich sich auf eine Wiese zu legen. Der Weg war links und rechts mit dreifachem Stacheldraht abgetrennt. Ich kam mir wie gefangen vor auf dem Weg...und das sogar im Wald...So war ich dann auch froh als endlich Aumont-Aubrac auftauchte und ich mich im Gîte auf mein Bett legen konnte. Etwas später traf dann auch Bruno ein und mit den übrigen Pilgern, die wir inzwischen auch schon kannten, verbrachten wir einen gemütlichen Abend. Der Hausherr tischte uns das typische Gericht "Aligot mit grünen Linsen und Saucisson" auf...hmmmm...gut aber vom Aligot konnte ich nicht viel essen...wahr seeeeehr nahrhaft...Kartoffelstock mit viel Käse darin...die Konsistenz des Aligot erinnerte mich an zähflüssiges Fondue und Backsteinmörtel gleichzeitig....grins...Der Heidelbeerkuchen rundete dann meinen Tag vollends ab!!! Noch blieben wir in gemütlicher Runde zusammen und hatten es lustig....aber um 22h war dann plötzlich Ruhe im Gîte eingekehrt.

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